Forderung 10
„Streichung von 1-2 gesetzlichen Feiertagen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit“
Ausführung der Forderung
Die Familienunternehmen der Initiative Österreich 2040 fordern die Streichung von 1-2 gesetzlichen Feiertagen, um die Anzahl produktiver Arbeitstage zu erhöhen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu verbessern.
Begründung
Österreich zählt mit 13 gesetzlichen Feiertagen zu den Ländern mit den meisten arbeitsfreien Tagen in Europa. 11 dieser 13 Feiertage sind kirchlich bzw. christlich geprägt, obwohl seit 2024 weniger als 50 % der Bevölkerung katholisch sind. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt eine deutliche Entkopplung gesellschaftlicher Realität und religiöser Feiertagsstruktur. Allein die Austrittszahlen aus der katholischen Kirche lagen bei:
- 2024: 71.531
- 2023: 85.163
- 2022: 90.975
Damit ist die Relevanz einzelner religiöser Feiertage für große Teile der Bevölkerung rückläufig, während ihre volkswirtschaftlichen Effekte bestehen bleiben.
Diese Feiertagsstruktur führt zu:
• geringerer Jahresarbeitszeit
• höheren Lohnstückkosten
• Produktionsstopps und betrieblichen Verzögerungen
• ungleichmäßigen Arbeitsrhythmen
• Umsatzrückgängen bei Dienstleistern
• sinkender internationaler Wettbewerbsfähigkeit
Besonders Familienbetriebe spüren diese Belastung, da sie flexibel planen müssen und Feiertage oft nicht kompensierbar sind.
Lösungsvorschlag der Familienunternehmen
Ein pragmatisches, standortstärkendes Modell:
• Streichung von ein bis zwei Feiertagen mit geringer kultureller bzw. religiöser Relevanz
• Kompensationsmodelle für Arbeitnehmer möglich (z. B. flexible Gleitzeit, einzelne zusätzliche Urlaubstage)
• branchenspezifische Übergangsregelungen für Tourismus, Gesundheitswesen und Gewerbe
• Evaluierung nach drei Jahren, um die tatsächlichen Effekte objektiv zu messen